Welchen Vorteile haben Keramikimplantate als Zahnersatz?

Sie benötigen einen Zahnersatz und sind auf der Suche nach einer langfristigen, biologischen und ästhetischen Lösung?

Bei den verschiedenen Implantat-Varianten eine gute und sichere Entscheidung zu treffen ist nicht immer ganz einfach.

Wir möchten Sie daher bei der Wahl unterstützen und haben für Sie wichtige Fragen und Antworten zum Keramikimplantat zusammengestellt:

  • Warum sollten Sie sich für das Keramikimplantat entscheiden?
  • Woraus besteht dieser Zahnersatz?
  • Was sind die Vorteile eines Keramikimplantats?
  • Welche Nachteile gibt es bei Titanimplantaten?
  • Wann wird der Einsatz von Keramik empfohlen?
  • Wie verläuft die Implantation und worauf sollte ich dabei achten?
  • Wie kann ich die Praxis für eine Beratung erreichen?

Das Keramikimplantat: eine innovative Lösung für langfristigen und ästhetischen Zahnersatz

Wenn heute nach einem dauerhaft biologischen und ästhetischen Zahnersatz gesucht wird, dann ist das Keramikimplantat die bevorzugte Implantat-Variante der PatientInnen. Es ist bereits gängig Keramik als Material für Kronen und Brücken einzusetzen.

In den letzten Jahren entwickelte ich in meiner Münchener Praxis mit meinem Schweizer Industriepartner der Straumann Group das bruchfeste und allergiefreie Material weiter. Dank unserer innovativen Lösung ist Keramik auch für die erfolgreiche Verwendung als Implantat einsetzbar.

Seit wann werden Keramikimplante eingesetzt?

In den 1970er Jahren wurde erstmal mit Keramik auf Basis von Aluminiumoxid als Zahnersatz Erfahrungen gemacht. Schon damals erkannte man die gewebefreundliche und hohe biologische Anpassungsfähigkeit des Materials. Allerdings zeigte es damals noch eine starke Brüchigkeit, weshalb man sich auf stattdessen auf die Weiterentwicklung von Titanimplantaten konzentrierte.

Erst in den letzten Jahren konnte die Produktionsverfahren für Keramikimplantate so optimiert werden, dass es leicht einsetzbar und langfristig stabil bleibt. Eine Wiederentdeckung gab es vor allem auch durch die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten und die Farblichkeit, die zugleich den ästhetischen Ansprüchen gerecht wird. Bereits 2010 konnte ich an verschiedenen Modellen den Fortschritt der Entwicklung vorführen.

Woraus besteht ein Keramikimplantat?

Die Grundlage des heutigen Keramik-Zahnersatzes ist Zirkoniumdioxid. Es handelt sich dabei um eine in der Natur vorkommende Oxidverbindung mit dem Mineral Zirkon.

Bereits seit Jahrzehnten ist Zirkoniumdioxid aus der Industrie nicht mehr wegzudenken. Aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften wird Zirkonium in der Medizin für die Fertigung von Hüftgelenk-, Finger- und Gehörprothesen eingesetzt.

Das innovative Keramik-Material zeichnet sich vor allem durch seine hohe Biegefestigkeit und seinen hohen Härtegrat aus sowie durch seine Biokompatibilität.

Da die Materialfarbe der Zirkonkeramik weiß ist, lässt sie sich so einfärben, dass sie an die natürliche Zahnfarbe angepasst werden kann. Am Zirkon lagert sich kaum Plaque an, was eine Perimplantitis höchst unwahrscheinlich macht.

Anhand kontinuierlicher, wissenschaftlicher Studien konnte die hohe Effizienz und Verträglichkeit des Materials bewiesen werden.

Wo wird das Keramikimplantat eingesetzt?

Besonders im Frontzahnbereich wird der Einsatz des Zirkonimplantats bevorzugt. Das natürliche Zahnweiß ermöglicht Ihnen ein strahlendes Lächeln. Zudem treten im Gegensatz zu gängigen Implantaten keine dunklen Ränder am Zahnfleisch auf. Aber auch im hinteren Zahnbereich ist der Keramikersatz aufgrund seiner Bissfestigkeit empfehlenswert.

Vorteile Keramikimplante

Wegen seinem natürlichen Zahnweiß wird Zirkon besonders im Frontzahnbereich bevorzugt.

  • Allergiefrei: Im Gegensatz zu früherem Zahnersatz ist das Zirkonimplantat metallfrei. Das hat vor allem Vorteile bei Allergikern, die empfindlich auf Metalle wie z.B. Nickel und Cadmium reagieren
  • Biokompatibel: Das Implantat steht mit dem Kieferknochen direkt in Kontakt. Durch die hervorragende Verträglichkeit mit dem Gewebe, ist die Gefahr einer bakteriellen Infektion oder Abstoßung stark minimiert.
  • Langanhaltend: Nach einer erfolgreichen Heilung des Kiefers und bei guter Pflege, kann das Keramikimplantat ein Leben lang halten.
  • Stabil: Die hohe Qualität von Keramikimplantaten zeigt die Widerstandsfähigkeit selbst bei hohen Temperaturen. Durch Belastungstests konnte nachgewiesen werden, dass der Zahnersatz der vollen Bisskraft eines Menschen nicht nur standhält, sondern auch übertrifft. Zudem ist es enorm resistent gegen einen Rissfortschritt, der zum Bruch des Keramikimplantats führen kann.
  • Ästhetisch: Durch die weiße Farbe des Materials kann der Zahnersatz nicht nur an die Naturfarbe angepasst werden, auch bei dünnen Zahnfleisch schimmert der Kern nicht dunkel durch.

Nachteile von Titanimplantaten

Titan ist bis heute die gängige Basis für Implantate. Trotzdem birgt das Titanimplantat einige Nachteile.

  • Allergie: Bei Patienten, die empfindlich auf Metalle wie Nickel oder Cadmium reagieren, kann es zu Unverträglichkeitsreaktionen  kommen. Wenn also kein Reintitan verwendet wird, müssen die Implantate schlimmstenfalls wegen andauernder Entzündungen wieder entfernt werden.
  • Biokompatibel: Wissenschaftliche Studien belegen, dass das metallische Material im Gegensatz zum natürlichen Zirkondioxid bei chronischen Erkrankungen nicht empfehlenswert ist; beispielsweise bei Rheuma oder Stoffwechselkrankheiten.
  • Langanhaltend:  Wie beim Keramikimplantat kann auch hier nach einer erfolgreichen Heilung des Kiefers und bei guter Pflege das Implantat ein Leben lang halten.
  • Stabil: Trotz seiner hohen Belastbarkeit und Biegefestigkeit kann auch Titan brechen. Keramikimplantate aus Zirkondioxid haben inzwischen eine höhere Biegefestigkeit als vergleichbares Titan.
  • Ästhetisch: Beim Rückgang von Zahnfleisch werden dunkle Ränder durch den grauen Metallkern des Titan sichtbar. Im Frontzahnbereich sollte deshalb lieber darauf verzichtet werden.

Worauf sollte ich nach dem Einsatz des Zirkonimplantats unbedingt achten?

  • Eine gründliche Mundpflege ist unbedingt zu empfehlen
  • Die ersten Tage sollten Sie den Kieferbereich möglichst ruhigstellen
  • Auf rohe und harte Speisen sollten Sie nach der Operation zunächst verzichten
  • Sportliche Aktivitäten sind in den ersten Tagen nur eingeschränkt möglich. Es hängt von der Sportart und Belastbarkeit ab.
  • Verzichten Sie auf den Konsum von Tabak und von anderen Genussmitteln, da sie besonders die  Wundheilung beim Keramikimplantat verhindern kann

Wie wird das Keramikimplantat eingesetzt?

Wenn für Sie ein Keramikimplantat infrage kommt, dann übernehmen wir in unserer Praxis in München alle Schritte: von der Beratung bis zur kontinuierlichen Versorgung nach dem gelungenen Einsatz.

Zunächst werden Aufnahmen Ihrer Kiefersituation und ein Abdruck der entsprechenden Stelle gemacht. Anhand dieser Information werden im Dentallabor dreidimensionalen Bilder mithilfe eines computergestützten Verfahrens (CAD/CAM). Mit dem digitalen Modell kann vom Zahntechniker eine auf Sie perfekt abgestimmte Prothese herausgearbeitet werden. 

Ist die Wunde nach der Zahnextraktion gut verheilt, kann bereits nach drei Monaten der Einsatz des Keramikimplantats beginnen. Natürlich ist es kein Problem, den Zahn auch zu einem späteren Zeitpunkt zu ersetzen. In ausgesuchten Fällen kann auch sofort nach der Zahnentfernung implantiert werden.

Der Eingriff selbst erfolgt ohne Schmerzen mit einer örtlichen Betäubung. Das Zahnfleisch wird an der vorgesehenen Position vorsichtig geöffnet und eine kleine, passgenaue Bohrung in den Kiefer vorgenommen. Dann wird das Keramikimplantat eingesetzt und befestigt. In der Einheilungsphase muss die Stelle unbelastet bleiben, ungeachtet, ob es sich um ein einteiliges oder zweiteiliges Implantat  handelt. Der gesamte Heilungsprozess dauert drei, maximal sechs Monate.

Das Ergebnis ist Ihr rundum strahlendes Lächeln!

Persönliche Beratung in unserer Praxis in München

Wenn Sie sich beraten lassen möchten, ob ein Keramikimplantat für Sie infrage kommt, dann kommen Sie gerne zu einem persönlichen Gespräch in unsere Praxis. Dort beantworten wir Ihnen allen Fragen zu den verschiedenen Implantationsmöglichkeiten, erkläre Ihnen detailliert das Verfahren, erstellen Ihnen einen Kostenplan und sorgen für ihr Wohlergehen rund um die Behandlung.

Wir freuen uns Sie in unserer Praxis in der bayrischen Hauptstadt begrüßen zu dürfen.